Letztes Update: 20. Oktober 2026
Ein Toilettenpapierhalter gehört zur Grundausstattung jedes Badezimmers. Während herkömmliche Modelle lediglich eine Rolle Toilettenpapier aufnehmen, bieten moderne Varianten zusätzliche Funktionen. Besonders praktisch ist ein Toilettenpapierhalter mit integrierter Smartphone-Ablage. Darauf lässt sich das Handy sicher ablegen, ohne dass es auf dem Boden oder einer anderen ungeeigneten Fläche landen muss. Wer eine solche Kombination individuell gestalten möchte, kann dafür die Möglichkeiten des 3D-Drucks nutzen.
Mit einem 3D-Drucker lassen sich funktionale Badezimmeraccessoires herstellen, die genau auf die eigenen Wünsche und räumlichen Gegebenheiten abgestimmt sind. Von der Größe der Smartphone-Ablage über die Form des Toilettenpapierhalters bis zur Farbe sind zahlreiche Anpassungen möglich. Doch wie funktioniert die Herstellung, welche Materialien eignen sich und worauf sollte bei der Konstruktion geachtet werden?

Warum einen Toilettenpapierhalter mit Smartphone-Ablage selbst gestalten?
Handelsübliche Toilettenpapierhalter sind häufig auf ein bestimmtes Design festgelegt. Mal ist die Ablagefläche zu klein, mal passt die Befestigung nicht zur vorhandenen Badezimmerausstattung. Mit einem individuell gestalteten Modell lassen sich solche Einschränkungen umgehen.
Der 3D-Druck ermöglicht es, einen Toilettenpapierhalter zu entwickeln, der sowohl funktional als auch optisch zum Badezimmer passt. Dabei kann die Ablage beispielsweise auf die Abmessungen des eigenen Smartphones zugeschnitten werden. Auch zusätzliche Funktionen wie eine Kabeldurchführung oder eine kleine Aufbewahrungsmöglichkeit für andere Gegenstände sind denkbar.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich beschädigte Einzelteile bei entsprechender Konstruktion separat nachdrucken lassen. So muss nicht zwangsläufig der gesamte Halter ersetzt werden, wenn beispielsweise die Rollenaufnahme beschädigt wird.
Darüber hinaus bietet die individuelle Gestaltung die Möglichkeit, kreative Ideen umzusetzen. Ob minimalistisch, modern oder verspielt: Die Formgebung lässt sich weitgehend frei bestimmen, solange Stabilität und Funktionalität berücksichtigt werden.
Die richtige Planung: Welche Funktionen soll der Halter erfüllen?
Bevor die Konstruktion am Computer beginnt, sollten einige grundlegende Überlegungen angestellt werden. Schließlich muss der fertige Toilettenpapierhalter nicht nur gut aussehen, sondern auch im Alltag zuverlässig funktionieren.
Größe und Position der Smartphone-Ablage
Die Ablage sollte ausreichend Platz für das Smartphone bieten. Dabei ist zu bedenken, dass viele Geräte durch eine Schutzhülle zusätzliche Breite und Tiefe benötigen.
Für zahlreiche Smartphones eignet sich eine Ablagefläche von etwa 18 × 10 Zentimetern als Ausgangspunkt. Die endgültigen Abmessungen sollten jedoch anhand des eigenen Geräts bestimmt werden.
Wichtig ist außerdem ein kleiner erhöhter Rand. Dieser verhindert, dass das Smartphone versehentlich herunterrutscht. Eine Höhe von ungefähr fünf bis zehn Millimetern kann dafür sinnvoll sein.
Auch die Position der Ablage spielt eine Rolle. Idealerweise befindet sie sich oberhalb der Toilettenpapierrolle, sodass das Smartphone bequem erreichbar bleibt und das Papier weiterhin problemlos abgerollt werden kann.
Befestigung an der Wand
Bei der Planung muss außerdem entschieden werden, wie der Toilettenpapierhalter befestigt werden soll.
Grundsätzlich kommen verschiedene Möglichkeiten infrage:
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Schraubbefestigung: Eine stabile Lösung, insbesondere für schwerere Smartphones und größere Ablageflächen.
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Klebebefestigung: Eine Möglichkeit für glatte, geeignete Oberflächen, wenn Bohren vermieden werden soll.
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Bestehende Wandhalterung: Der neue 3D-Druck-Halter kann unter Umständen an vorhandene Befestigungspunkte angepasst werden.
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Modulare Konstruktion: Einzelne Komponenten werden zusammengesteckt oder miteinander verschraubt.
Besonders bei einer größeren Smartphone-Ablage ist auf die Belastbarkeit der Wandbefestigung zu achten. Schließlich entstehen durch das Gewicht des Smartphones und das gelegentliche Abstützen zusätzliche Kräfte.
Welches Material eignet sich für den 3D-Druck?

Nicht jeder Kunststoff ist gleichermaßen für Badezimmeraccessoires geeignet. Im Badezimmer können erhöhte Luftfeuchtigkeit und wechselnde Temperaturen auftreten. Das verwendete Material sollte deshalb ausreichend widerstandsfähig und formstabil sein.
PLA – einfach zu verarbeiten
PLA gehört zu den beliebtesten Materialien im 3D-Druck. Der Kunststoff lässt sich vergleichsweise unkompliziert verarbeiten und ist in zahlreichen Farben erhältlich.
Für einen Toilettenpapierhalter kann PLA durchaus verwendet werden, sofern keine außergewöhnlichen mechanischen oder thermischen Belastungen auftreten. Allerdings besitzt PLA eine begrenzte Wärmebeständigkeit und kann unter dauerhafter Belastung mit der Zeit nachgeben.
PETG – besonders interessant für Badezimmeraccessoires
PETG bietet eine gute Kombination aus Stabilität, Zähigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit. Der Kunststoff eignet sich deshalb häufig besser für funktionale Gegenstände im Badezimmer.
Im Vergleich zu PLA ist PETG weniger spröde und besitzt eine höhere Wärmebeständigkeit. Dadurch eignet es sich besonders für Halterungen, die regelmäßig beansprucht werden.
Für einen individuell gedruckten Toilettenpapierhalter mit Smartphone-Ablage ist PETG daher eine empfehlenswerte Materialwahl.
ABS und ASA – für höhere Anforderungen
Auch ABS und ASA kommen infrage. Diese Materialien sind belastbar und temperaturbeständiger als PLA, stellen allerdings höhere Anforderungen an den Druckprozess.
Insbesondere ABS neigt beim Abkühlen zum Verziehen. Deshalb sind ein geeigneter Drucker und kontrollierte Druckbedingungen wichtig. Bei der Verarbeitung muss außerdem auf eine entsprechende Belüftung geachtet werden.
Toilettenpapierhalter am Computer konstruieren
Sind die Anforderungen festgelegt, beginnt die eigentliche Gestaltung. Dafür wird eine dreidimensionale Modellierungssoftware benötigt.
Programme wie Tinkercad, Fusion oder FreeCAD ermöglichen die Konstruktion individueller Bauteile. Für Einsteiger bietet sich insbesondere Tinkercad an, da sich einfache Formen vergleichsweise schnell erstellen und kombinieren lassen.
Bei der Modellierung empfiehlt es sich, den Toilettenpapierhalter in mehrere Funktionsbereiche aufzuteilen.
Die Grundplatte bildet die Verbindung zur Wand. Daran wird eine Aufnahme für die Toilettenpapierrolle angebracht. Oberhalb dieser Konstruktion befindet sich die Smartphone-Ablage.
Für eine stabile Verbindung zwischen Wandhalterung und Ablage können zusätzliche Verstärkungsrippen eingeplant werden. Diese erhöhen die Belastbarkeit, ohne dass das gesamte Bauteil massiv ausgeführt werden muss.
Auch abgerundete Ecken sind sinnvoll. Sie verbessern nicht nur die Optik, sondern vermeiden scharfe Kanten.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Übergänge zwischen den einzelnen Bauteilen. Gerade dort können bei ungünstiger Konstruktion Schwachstellen entstehen.
Schritt für Schritt: Den eigenen Toilettenpapierhalter drucken
Ist das 3D-Modell fertiggestellt, kann die Produktion vorbereitet werden. Der genaue Ablauf hängt vom verwendeten Drucker und der gewählten Konstruktion ab.
1. Das Modell exportieren
Zunächst wird das fertige Modell beispielsweise im STL- oder 3MF-Format exportiert. Anschließend lässt es sich in einer sogenannten Slicer-Software öffnen.
Programme wie Cura, PrusaSlicer oder OrcaSlicer bereiten das Modell für den jeweiligen 3D-Drucker auf.
2. Druckeinstellungen festlegen
Für einen stabilen Toilettenpapierhalter sind insbesondere Wandstärke, Fülldichte und Druckausrichtung entscheidend.
Als Ausgangspunkt können beispielsweise folgende Einstellungen dienen:
| Einstellung | Orientierungswert |
|---|---|
| Schichthöhe | 0,2 mm |
| Wandlinien | 4–5 |
| Fülldichte | 25–40 % |
| Düsendurchmesser | 0,4 mm |
| Material | PETG |
| Stützstrukturen | Nach Bedarf |
Diese Werte stellen lediglich Ausgangspunkte dar. Die optimale Einstellung hängt von der Konstruktion und den zu erwartenden Belastungen ab.
Wichtig ist insbesondere die Druckausrichtung. Da 3D-gedruckte Bauteile zwischen den einzelnen Schichten häufig weniger belastbar sind, sollten die auftretenden Kräfte bereits bei der Positionierung berücksichtigt werden.
3. Druck durchführen
Nachdem die Druckdatei vorbereitet wurde, kann der Druck beginnen.
Je nach Größe, Material und gewählter Druckqualität kann die Herstellung mehrere Stunden dauern. Größere Konstruktionen benötigen entsprechend mehr Zeit.
Bei umfangreichen Modellen kann es sinnvoll sein, die Smartphone-Ablage und die Rollenhalterung getrennt zu drucken. Dadurch lassen sich die Bauteile gegebenenfalls günstiger ausrichten und später miteinander verbinden.
4. Bauteile nachbearbeiten
Nach dem Druck werden gegebenenfalls vorhandene Stützstrukturen entfernt. Anschließend sollten alle Kontaktflächen kontrolliert und störende Kanten geglättet werden.
Falls erforderlich, können Schraubverbindungen vorbereitet oder Gewindeeinsätze eingesetzt werden.
Vor der endgültigen Montage empfiehlt sich ein Belastungstest. Dabei sollte insbesondere überprüft werden, ob die Smartphone-Ablage ausreichend stabil ist und die Konstruktion beim Abrollen des Toilettenpapiers nicht nachgibt.
Individuellen Toilettenpapierhalter professionell drucken lassen
Nicht jeder verfügt über einen eigenen 3D-Drucker oder möchte sich intensiv mit den technischen Einstellungen beschäftigen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Konstruktion von einem spezialisierten Unternehmen fertigen zu lassen. Ein entsprechender Ansprechpartner ist 3D-Druck Andresen. Der Dienstleister bietet individuelle 3D-Drucklösungen an und unterstützt unter anderem bei der Herstellung von Prototypen und maßgeschneiderten Kunststoffbauteilen. Auch die Überprüfung und Optimierung vorhandener 3D-Modelle gehört zum beschriebenen Leistungsangebot. Wer einen selbst entworfenen Toilettenpapierhalter mit Smartphone-Ablage herstellen lassen möchte, kann dort die technische Umsetzbarkeit, geeignete Materialien und die Fertigungsmöglichkeiten anfragen. Gerade bei komplexeren Konstruktionen kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein, um eine möglichst passgenaue und belastbare Ausführung zu erreichen.
Kreative Gestaltungsideen für den Toilettenpapierhalter
Ein großer Vorteil des 3D-Drucks ist die gestalterische Freiheit. Der Halter muss keineswegs wie ein gewöhnliches Badezimmeraccessoire aussehen.
Besonders beliebt sind minimalistische Designs mit klaren Linien und dezenten Farben. Ein schwarzer oder weißer Toilettenpapierhalter mit flacher Smartphone-Ablage kann beispielsweise gut zu einer modernen Badezimmereinrichtung passen.
Wer es auffälliger mag, kann geometrische Muster, geschwungene Formen oder eine mehrfarbige Gestaltung integrieren.
Darüber hinaus lassen sich praktische Zusatzfunktionen einplanen.
Eine kleine Aussparung für ein Ladekabel kann beispielsweise sinnvoll sein, sofern eine geeignete und sicher nutzbare Stromversorgung außerhalb möglicher Spritzwasserbereiche vorhanden ist.
Auch eine zusätzliche Ablage für kleine Gegenstände oder eine Halterung für eine Ersatzrolle lässt sich in das Design integrieren.
Besonders praktisch sind modulare Lösungen. Bei diesen können einzelne Elemente ausgetauscht werden, ohne dass der gesamte Toilettenpapierhalter neu hergestellt werden muss.
Hygiene und Reinigung nicht vergessen
Da der Toilettenpapierhalter im Badezimmer verwendet wird, spielt die Hygiene eine wichtige Rolle.
3D-gedruckte Oberflächen besitzen abhängig vom Druckverfahren sichtbare Schichtlinien. In diesen Vertiefungen können sich Schmutz und Feuchtigkeit sammeln. Deshalb sollte die Konstruktion möglichst leicht zu reinigen sein.
Glatt gestaltete Oberflächen, abgerundete Übergänge und gut zugängliche Bereiche erleichtern die Pflege.
Zur Reinigung eignen sich bei vielen Kunststoffen ein weiches Tuch, lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel. Aggressive Reinigungschemikalien sollten nur verwendet werden, wenn das Material dafür ausdrücklich geeignet ist.
Zu berücksichtigen ist außerdem, dass gewöhnliche FDM-Drucke nicht automatisch wasserdicht sind. Soll die Oberfläche besonders pflegeleicht sein, kann eine geeignete Nachbearbeitung oder Beschichtung sinnvoll sein.
Was kostet ein selbst gestalteter Toilettenpapierhalter?
Die Herstellungskosten hängen von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind insbesondere die Größe des Modells, der Materialverbrauch und die Druckdauer.
Für eine kompakte Konstruktion können beispielsweise 150 bis 300 Gramm Filament benötigt werden. Bei einem angenommenen Materialpreis von 20 bis 30 Euro pro Kilogramm ergeben sich reine Filamentkosten von ungefähr 3 bis 9 Euro.
Hinzu kommen gegebenenfalls Stromkosten, Schrauben, Gewindeeinsätze sowie der Aufwand für Konstruktion und Nachbearbeitung.
Bei einer professionellen Fertigung fallen zusätzlich Kosten für Maschinenlaufzeit, Arbeitsaufwand und gegebenenfalls die Optimierung des Modells an.
Wer bereits einen 3D-Drucker besitzt, kann das Projekt häufig mit überschaubarem Materialeinsatz umsetzen. Wird hingegen nur ein einzelner Halter benötigt, kann die Beauftragung eines Dienstleisters eine praktische Alternative sein.
Fazit: Individuelles Badezimmerzubehör dank 3D-Druck
Ein Toilettenpapierhalter mit Smartphone-Ablage verbindet zwei praktische Funktionen miteinander und lässt sich mithilfe des 3D-Drucks individuell gestalten. Anders als bei handelsüblichen Produkten können Abmessungen, Design und zusätzliche Funktionen genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden.
Besonders wichtig sind eine stabile Konstruktion, die passende Materialwahl und eine zuverlässige Wandbefestigung. PETG bietet für viele Anwendungen eine gute Grundlage, während eine durchdachte Modellierung für eine langlebige und funktionale Ausführung sorgt.
Ob mit dem eigenen 3D-Drucker oder durch einen professionellen Fertigungsdienstleister: Mit etwas Planung entsteht ein individuelles Badezimmeraccessoire, das nicht nur praktisch ist, sondern auch optisch zur Einrichtung passt.
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