Wann muss eine Toilette ausgetauscht werden? ▷ 8 mögliche Gründe

Letztes Update: 8. Februar 2024

Es gibt Einmalprodukte, da weiß man nach einer einzigen Benutzung kommt das Ding in den Müll. Es gibt Produkte bei denen nach gewisser Zeit Abnutzungsspuren entstehen, wie eine durchgelegene Matratze oder ein Kleidungsstück, das Löcher oder Franzen bekommt. Die dritte Kategorie sind die “unkaputtbaren Gegenständen”, zu der auch die Toilette zählt.

Wenn Sie Ihre Toilette immer gut sauber halten und regelmäßig reinigen, wird diese nur wenige Alterserscheinungen aufweisen. Um zu urteilen, wann ein WC ausgetauscht werden muss, schauen wir einmal was sich im Laufe der Zeit eine Toilette in deren Aussehen und Funktionalität verändern kann.

Wann ist eine Erneuerung der Toilette sinnvoll?

Toilette austauschen
Wann lohnt sich der Toiletten-Wechsel?

Wenn eine Sparmaßnahme, wie die Neuerung der Spülung vorgenommen wird, kann gleichzeitig über einen Austausch der Toilette nachgedacht werden. Denn es gibt beispielsweise viele Komplett-Sets von Hänge-WC inklusive WC Vorwandelement. Auch muss dann nur 1x innerhalb vieler Jahre eine Montage im Sanitärbereich geschehen.

Schrubben Sie sich einen Teufel entlang des Spülkastens, rund um das Toilettenbecken, hinterm Spülrand oder im Spülbecken? Dann kann mit moderner Technik immens Zeit und Geld eingespart werden. Eine Nano-Beschichtung sorgt für deutlich weniger Reinigungsaufwand, da Verschmutzungen viel leichter abwärts rutschen und nur geringfügig anhaften. Ein Wand-WC besitzt immens weniger Flächen, die es zu reinigen gilt. Und sollte dieses auch noch spülrandlos sein, so verschwindet einer der Orte für unangenehme Gerüche.

Sollte die Geruchs- und Schmutzbildung einfach nicht mehr zu entfernen sein und nicht auf die Abwasserleitung zurückzuführen sein, so empfiehlt sich ein neues WC anzuschaffen.

Laut einer auf Focus zitierten Analyse wurden 2017 im Schnitt deutschlandweit 10 Liter je Spülgang verbraucht, was jährlich zwischen 55 € und 113 € Wasserkosten abhängig des nationalen Standorts liegen kann. Mit Einsparungen bei der Spülmenge auf 3-6 Liter können Sie ca. 20-50 € im Jahr einsparen. Insofern wäre der Preis für eine neue Toilette nach ein paar Jahren wieder drin und beinhaltet häufig weitere Vorteile, wie weniger Putzaufwand, was ebenfalls zu mehr Einsparung in den regelmäßigen Fixkosten führt.

Folgendes kann Ihrer Toilette passieren:

  • Urinstein (Kalk ist Hauptbestandteil)
  • Unangenehmer Geruch vom Abfluss
  • Verfärbungen (Vergilben)
  • Unangenehme Gerüche inkl. Schimmelbildung hinter dem Spülrand
  • Toilettendeckel kann kaputt gehen oder sich an Befestigungsschrauben oder dem Material (Vergilben, Ablösen des Holzlacks) zu sehr abnutzen

Gründe für einen Toiletten-Austausch

  • Spülwasser spritzt zu sehr hoch und macht die Klobrille nass
  • Veraltetes Design (neue Farbe oder Form gewünscht)
  • Wechsel zu einer spülrandlosen Toilette
    • Damit verschwindet die schwer erreichbare Stelle beim Putzen
  • Wechsel zu einer Japanischen Toilette
    • Mehr Hygiene durch Reinigung mittels Wasserstrahl (statt Toilettenpapier)
  • Wechsel zu einem Hänge WC
    • Weniger Putzaufwand unterhalb des Toilettenbeckens
    • Weniger Putzaufwand, da Spülkasten in der Wand ist
    • Moderneres Design
    • Platz-Ersparnis
  • Einbau einer sparsameren, individuelleren Spülung
    • Statt 9 Liter, nur 3 Liter oder 6 Liter wahlweise je nach Spülbedarf
  • Zu starke Abnutzung des Materials (siehe oben) -> Wechsel zu einer Toilette mit Nanobeschichtung (Lotus-Effekt)
  • Hoher Putzaufwand (geringe Oberflächen-Spezialschicht, herausspritzendes Wasser, Stand-WC)

Ab wann muss Vermieter Toilette erneuern?

Sie wohnen in einem Mietverhältnis und fragen sich schon länger, ob es eine rechtliche Grundlage oder schlagfertige Argumente gibt, damit Ihr Vermieter ein neues WC zur Verfügung stellt?

Leider ist es von Gesetzes Wegen so, dass der Vermieter kein “schönes”, sondern ein funktionales WC zur Verfügung stellen muss. Wenn nun also eine Toilette kaputt geht, ist diese vom Vermieter zu erneuern. Nicht vorgeschrieben ist allerdings, dass dieser die Rohre unter Putz legen muss. Das bedeutet im Klartext er kann ein Stand-WC 1 x 1 ersetzen und nicht ein Hänge-WC mit Einbauspülkasten für Sie auswählen.

Daher empfehlen wir, sich gleich bei der Wohnungsbesichtigung mit den sanitären Anlagen anzufreunden oder eher doch eine andere Wohnung auszuwählen. Bist du jedoch schon an eine Wohnung und entsprechende Toilette gebunden, so frage einfach beim Vermieter an, ob du in Eigenregie eine neue Toilette selbst oder über einen Sanitär-Spezialisten montieren darfst.

Da es je nachdem als eine Modernisierung und nicht nur Instandhaltung der Wohnung betrachtet werden kann, lässt sich da womöglich mit dem Vermieter eine finanzielle Unterstützung heraushandeln. Andersherum sähe es dann so aus, dass der Vermieter das Bad modernisieren lässt und damit eine Mieterhöhung von bis zu 11% draufschlagen kann.

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4 Kommentare

  1. Wir sind gerade in eine neue Wohnung gezogen und mein Freund möchte als erstes die Toilette austauschen. Kann man das überhaupt allein machen? Ich denke ja, dass dies eher ein Installateur übernehmen sollte. Gut zu wissen übrigens, dass eine Nano-Beschichtung die Reinigung sehr erleichtert!

  2. Rudolf Weidinger

    Die Mietwohnung bezogen wir im Dezember 1976. Seitdem haben wir noch immer die erste Toilettenschüssel in Flachspüler – Ausführung, welche mit der Zeit unansehnliche Verfärbungen bekommen hat. Ich schäme mich, wenn unsere Gäste diese Toilette aufsuchen müssen! Habe ich das Recht vom Vermieter eine neue Toilettenschüssel einzubauen?

    • toiletten-tipp.de

      Der Vermieter ist leider erst dazu verpflichtet, wenn die Toilette definitiv unbrauchbar ist. Sollten aber grenzwertige Mängelerscheinungen, wie häufige Verstopfungen der Kloschüssel auftreten, so ist es die Aufgabe des Vermieters dieses nicht durch den Mieter verursachte Malheur zu beheben.

  3. Anna-Maria Stüker

    Nach 20 Jahren ist die Gebrauchszeit einer Toilette zu Ende und der Mieter hat das Anrecht auf eine Erneuerung. Nach 10 Jahren Nutzung der selben Toilette, muss der Vermieter allerdings bereits seinen Schadensersatz (den er fordern würde, um die Toilette möglichst nicht selbst zu zahlen) um 50% verringern, da die Toilette bereits die Hälfte ihres Alters erreicht hat.
    Das bedeutet, dass der Vermieter die Toilette erneuern muss, jedoch immer noch ein Teil der Kosten vom Mieter zu tragen ist.
    Verfärbter Urinstein jedoch zählt zu den Dingen, die der Mieter (Verursacher) selbst austauschen muss, wie auch bei Rissen in der WC-Keramik.

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