Wie gut ist die Wasserqualität in Deutschland?

Letztes Update: 16. Juli 2022

Trinkwasser ist ein kostbares Gut, das sich unmittelbar und in einem hohen Maße auf die Gesundheit und Lebensqualität auswirkt. Entsprechend hoch sind die gesetzlichen Anforderungen an das Trinkwasser in Deutschland und in der EU. Die Kriterien für Trinkwasser werden regelmäßig überprüft und müssen von den Kommunen und Wasserversorgern eingehalten werden.

Nach diesen Vorgaben hat Trinkwasser farblos, klar, kühl, geschmacklich und geruchlich einwandfrei sowie zum Genuss anregend zu sein. Doch immer wieder schrecken Trinkwasserskandale die Menschen auf, die durch den Pressewald geistern.

Wie ist es also um die Wasserqualität in Deutschland bestellt und was können Verbraucher tun, um sich dauerhaft mit einwandfreiem und gesundem Trinkwasser zu versorgen?

Wasserqualität Deutschland

Wasserqualität in Deutschland – Die Ergebnisse der Wasserstudie

Die letzte flächendeckende Untersuchung des Trinkwassers in Deutschland mit insgesamt rund 120.000 Messungen wurde im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 durchgeführt. Dabei bekundeten die Gutachter im Ergebnis eine „sehr gute“ Wasserqualität in Deutschland. Die strikten Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser wurden zu mehr als 99 % eingehalten. Erfreulich war unter anderem, dass die Blei- und Nitratwerte weiter zurückgingen.

Auffällig waren lediglich vereinzelte Restspuren von Pflanzenschutzmitteln sowie coliforme Bakterien, die in 1,3 % aller Wasserproben gefunden wurden. Insgesamt wurden diese Schädlingskolonien in 0,6 % aller Untersuchungen im Trinkwasser aufgespürt, das bei den Kunden am Wasserhahn direkt ankommt.

Ein kritischer Blick

Wer dieses Ergebnis von der negativen Seite aus betrachten möchte, kann feststellen, dass eine absolute Sicherheit mit Blick auf das Trinkwasser in Deutschland nicht gewährleistet ist. Doch dies bezieht sich nicht nur auf die Ergebnisse dieser Studie. Relevant für den Verbraucher ist auch der Umstand, dass die in der Trinkwasserverordnung erfassten Schadstoffe, nach denen gefahndet wird und die gezielt gefiltert werden, nur einen winzigen Ausschnitt der möglichen problematischen Substanzen im Trinkwasser wiedergeben.

In diesem Zusammenhang ergab eine Studie des Chemikers Prof. Klaus Kümmerer, dass Kläranlagen nur dazu fähig seien, 80 % aller Schadstoffe aus dem Wasser herauszufiltern. Die Trinkwasserverordnung existiert seit 1976. Aktuell gültig ist die Fassung aus dem Jahre 2001, die 2012 zum letzten Mal novelliert worden ist. Aufgelistet werden in dem Gesetzeswerk nur 50 Schadstoffe.

Nicht geprüft werden unter anderem Arzneimittelrückstände, Mikroplastik, verschiedene Pestizide, Krankheitserreger und Pflanzenschutzmittel, Färbe- und Waschmittel, Cadmium, Arsen, Quecksilber, Uran und Kupfer. Experten geben zu bedenken, dass die potenzielle Schadstoffbelastung in Deutschland zwar kein unmittelbares Gesundheitsrisiko darstelle, langfristig aber durchaus das Potenzial dazu habe, unter ungünstigen Umständen die eigene Gesundheit langfristig zu unterhöhlen.

Kein Wunder, dass viele Menschen selbst Bedenken haben, sich mit dem Wasser auf der Toilette zu reinigen.

Wie können Verbraucher die Wasserqualität verbessern?

Mit einem eigenen Wasserfilter ist es Verbrauchern möglich, proaktiv die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen. Mit einem Wasserfilter wird das Trinkwasser, das frisch vom Hahn kommt, zusätzlich gefiltert, damit es auch wirklich klar und rein ist. Wasserfilter unterscheiden sich zunächst durch den Ort der Filterung voneinander. So liegt der Filter bei Auftischanlagen direkt am Wasserhahn, während er bei Untertischanlagen (oder Einbaugeräten) unter der Spüle platziert ist. Außerdem gibt es mobile Wasserfilter für unterwegs.

Noch wichtiger ist die Differenzierung der Wasserreiniger nach der verwendeten Technologie. Mögliche Wasserfilter sind Osmosefilter, Kohlefilter, Destillationsgeräte und Ionisatoren. Sie alle besitzen ihre Vor- und Nachteile und weisen einen unterschiedlichen Wirkungsgrad auf. Manche Geräte wie die Umkehrosmoseanlage extrahieren zugleich die Mineralien aus dem Wasser wie die bekannten „Härtebildner“ Calcium und Magnesium. Diese Maßnahme sorgt für einen besonders weichen Geschmack des Trinkwassers.

Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://www.filterzentrale.com/.

Fazit: endlich unbeschwert Wasser trinken

Wer in regionalen Problemzonen wohnt oder der Trinkwasserqualität in Deutschland grundsätzlich misstraut, ist froh um die Möglichkeit, sich mit einem Wasserfilter selbst helfen zu können. Die handelsüblichen Wasserfilter lassen sich leicht installieren. Danach kann das eigene Wasser unbefangen gekostet werden.

Wer sein Wasser mit einem Wasserfilter demineralisiert, profitiert überdies von einem geringeren Verschleiß der Haushaltsgeräte. 

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